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Als '''Kolonialismus''' wird die meist Vorschub.

Der Ausdruck Kolonialismus bezeichnet neben dem politischen Sachverhalt der Kolonialherrschaft auch eine historische Phase, die '''Kolonialzeit''' ''(Zeitalter des Kolonialismus)'', die mit Beginn der '' erscheint.

Kolonialismus ist begrifflich und der Bedeutung nach eng mit Kolonisation verbunden. Aus älteren Zeiten sind beispielsweise die antike griechische Kolonisation im Mittelmeerraum sowie die mittelalterliche deutsche Ostkolonisation bekannt. Formen, Ausmaß und Wirkungsweisen des neuzeitlichen Kolonialismus erscheinen in einer weiten Spanne unterschiedlicher Ausprägungen. Sowohl in den politischen ''Metropolen'' der Kolonialherrschaft als auch in der ''Peripherie'' der zugehörigen Kolonien entfalteten die einzelnen Kolonialmächte ein breites Spektrum an Besonderheiten hinsichtlich Organisation und Machtausübung sowie bei der Beteiligung von Kolonisierten am Herrschaftsapparat einerseits und bei der Repression der Kolonialvölker andererseits. Dies wirkte sich auch über die eigentliche Kolonialzeit hinaus im Verlauf und bei den Folgen der Dekolonisation aus.

Typen und Organisationsformen kolonialer Herrschaft

Von übereinstimmenden Kernmerkmalen wie Über- und Unterordnung zwischen Kolonisten und Kolonisierten oder den ungleichen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Kolonialmächten und Kolonien abgesehen, sind die historischen Erscheinungsformen des neuzeitlichen Kolonialismus äußerst vielfältig. So stellen auch die im Folgenden aufgeführten Typen kolonialer Herrschaftsregime und Wirtschaftsorganisation lediglich gemeinsame Nenner für im Einzelfall noch spezifischer gelagerte Ausformungen dar. Je nach Entstehungszusammenhang, Struktur und Ausdehnung der diversen historischen Sonderkonstellationen wird in der Literatur unterschieden zwischen Beherrschungskolonien, Siedlungskolonien, Integrationskolonien und Stützpunktkolonien.

Der ''Beherrschungskolonie'' lag zumeist eine militärische Eroberung nach vorheriger Kontaktaufnahme und Vororientierung zugrunde. Nicht Siedler, sondern aus dem Mutterland entsandte Kolonialbeamte bildeten dabei den Herrschaftsapparat, der die wirtschaftliche Ausbeutung der Kolonie ermöglichte. Die Verwaltungsbehörden in der Peripherie wurden von Kolonialbehörden in der Metropole beaufsichtigt. Von diesem Typ waren z. B. Indien als britische Kolonie, Togo als deutsche, Taiwan als japanische sowie die Philippinen als Kolonie der USA.

''Siedlungskolonien'' entstanden hauptsächlich infolge massenhafter Individualmigration, deren Träger ihre Heimatgebiete ohne Rückkehrabsicht verließen, oft aus wirtschaftlichen Motiven oder Nöten.

''Integrationskolonien'' vereinten Elemente von Beherrschungs- und Siedlungskolonien. Die Schlüsselstellungen der Verwaltung besetzten mutterländische Kolonialbeamte, die sich auf eine mit politischen Mitwirkungsrechten operierende, durch Nachzug und Nachkommenschaft bedeutend anwachsende Siedlerschicht stützten, so die Kreolen in den spanischen Kolonien Südamerikas. Ihre Bewohner hatten formal die gleichen Rechte wie die Einwohner des Mutterlandes und genossen eine weitgehende lokale Autonomie. Man konnte die Kolonialherrschaft hier ökonomisch auf bereits existierende leistungs- und besteuerungsfähige Ackerbausysteme gründen.

''Stützpunktkolonien'' waren zunächst mit militärischen Mitteln geschaffene und geschützte Handelsstützpunkte, die nicht auf großräumige Binnenkolonisation, sondern auf kommerzielle Erschließung des jeweiligen Hinterlandes zielten. Wo solche Stützpunktkolonien zum Zweck der Vernetzung planmäßig angelegt wurden, dienten sie der Sicherung einer Handelshegemonie der jeweiligen Mutterländer. Beispiele dafür waren die niederländischen und portugiesischen Stützpunkte in Afrika und Asien. Die weltpolitischen Ambitionen der seinerzeit führenden Seemacht Großbritannien hatten seit dem 18. Jahrhundert die Anlage von miteinander vernetzten Stützpunkten zur Folge. Dabei ginge es nicht mehr nur um den Schutz von Handelsinteressen; das Netz der britischen Kolonien erlangte vielmehr nun ein globalstrategisches Eigengewicht. Dabei kamen zu den Flottenstützpunkten von Gibraltar über Sues bis Kapstadt bedeutsame ?Hafenkolonien? wie Singapur und Hongkong. Als einzig modernisierungsfähiger Kolonietypus hat sich auf längere Sicht der Militärstützpunkt erwiesen, der über die Ära der Kanonenboote hinaus in die der taktischen Luftwaffe weist.

Wirtschaftliche und soziale Motive und Merkmale

Bis zum 11. Jahrhundert beherrschten Byzantiner und Sarazenen das Mittelmeer. Die Bekämpfung der Sarazenengefahr, die ausgiebig Seeräuberei betrieben, durch Pisa und Genua, beendete deren Vorherrschaft. Später übten sich die Italiener selber in Seeräuberei, besonders an den Küsten Kleinasiens. Es wurden häufig Kapergesellschaften zur Finanzierung solcher Unternehmungen gegründet und oft konnte gar nicht zwischen Handelsmissionen und Piraterie getrennt werden. Auch für die Bewohner Andalusiens bildete die Kaperei maurischer Schiffe und die Landung an afrikanischen Küsten, bei denen man raubte und Gefangene zu Sklaven machte, ein einträgliches Geschäft. Durch die Zurückdrängung arabisch-syrischer Händler im Rahmen der Kreuzzüge konnten nun auch die italienischen Stadtstaaten mit der Levante und dem Orient unmittelbar Handel treiben. Besonders das europäische Bevölkerungswachstum seit etwa 1000 (Höchststand um 1300) kurbelte diesen Fernhandel an.

Die Krise des 14. Jahrhunderts mit Pest und Stadtflucht betraf auch den Adel. Dieser hatte sich, infolge des allmählichen Niedergangs der feudalen Strukturen, auf Luxusgüter als Zeichen standesgemäßer Lebensführung zum Statuserhalt konzentriert. Durch die anarchischen Zustände im Rahmen der Reconquista konnten sich die Adligen besonders in Kastilien vom spanischen König große Landschenkungen sichern. Auch die regelmäßigen Einfälle ins (noch) verbliebene Maurenland der iberischen Halbinsel waren zu wichtigen Einnahmequellen für diesen geworden. Der Adel beteiligte sich zunehmend auch an wirtschaftlichen Unternehmungen wie dem Thunfischhandel (der ähnlich wichtig für die Ernährung und den Handel war wie die Salzheringe im Norden Europas) und baute dazu eigene Flotten auf. An der europäischen Entdeckung der Goldküste Guineas waren daher auch Schiffe des Adels von Anfang an beteiligt. Und auch die Besiedlung von Inseln im Atlantik wurde von großen Vasallen des spanischen Königs begonnen; erst später folgte die Krone selbst.

Der Zugang zu den in ganz Europa begehrten im 15. Jahrhundert erschwerte den Asienhandel der Italiener zusätzlich. Der Orient war für Europa damit verriegelt.

Die Ausgangslage der europäischen überseeischen Expansion, die das Zeitalter des Kolonialismus einläutete, war also mitbestimmt von dem Bestreben, alternative Handelswege zu den von den osmanischen Herrschern kontrollierten und gegen den Zugriff der Europäer behaupteten Fernhandelsnetzen (Indienhandel) aufzutun. Bartolomeu Dias eröffnete mit der Umsegelung des Kaps der Guten Hoffnung 1488 den Weg in den Indischen Ozean, was Vasco da Gama ermöglichte, 1498 Indien per Schiff zu erreichen. Von ihrem indischen Stützpunkt Goa aus gelang es den Portugiesen 1509 Malakka zu erreichen und unter Afonso de Albuquerque 1511 zu erobern. Die Atlantiküberquerung durch Kolumbus 1492 führte zum Beginn der europäischen Erschließung, Eroberung und Besiedlung Amerikas.

Die Kapitalbeschaffung für die kostspieligen Entdeckungsfahrten war durch Fortschritte im Geld- und Kreditwesen leichter geworden. Die Entstehung der ersten Banken in norditalienischen Stadtstaaten vereinfachte die Zusammenführung größerer Geldmengen für die teuren überseeischen Unternehmungen. Da die Gewinnaussichten sehr vage waren, übernahm häufig der Staat die Kosten der Seeexpeditionen, um das hohe Risiko zu mindern. Die privaten Unternehmen beteiligten sich meist nur an der Befrachtung der Schiffe mit Lebensmitteln und Tauschwaren und erhielten dafür einen festgelegten Teil des Gewinns aus den Fahrten. Möglich wurden die überseeischen Entdeckungsfahrten aber nicht zuletzt durch die Entwicklung des neuen Schiffstyps der Karavelle, der sich u. a. durch verbesserte Manövrierfähigkeit unter wechselnden Windverhältnissen auszeichnete.

Der Erschließung der westafrikanischen Küste durch die Portugiesen folgten Importe von Sklaven und Gold nach Europa. Das Herrscherhaus, das zu einem Fünftel an den wirtschaftlichen Erträgen dieser Art beteiligt war, blieb seinerseits an weiterer Expansion interessiert. Worum es ging, zeigen Bezeichnungen wie ?Elfenbeinküste?, ?Goldküste? oder ?Sklavenküste?.

Gold und Silber

Den afrikanischen Goldhandel kontrollierten muslimische Händler, die das Gold per Karawane zu den Küsten Nordafrikas brachten und so auch die europäische Nachfrage bedienten. 1456 stellten die Portugiesen eine erste Handelsverbindung zu den afrikanischen Goldzonen her. Ab 1475 wurde Gold dann in großen Mengen per Schiff über Guinea im Tauschhandel mit Schwarzafrika, ohne Umweg über muslimische Händler, nach Portugal verbracht. Wegen des teuren Ankaufs von orientalischen Luxusartikeln und kostspieliger europäischer Kriege kam es dennoch vorerst auch weiterhin zu einem Nettogoldabfluss aus Europa.

Den Goldreichtum suchte auch Kolumbus bei seiner Entdeckungsfahrt in das karibische Amerika als besonderes Merkmal herauszustellen. Zum vermeintlichen Eldorado wurden die von den Spaniern eroberten Gebiete in jenem Goldrausch, der sich einstellte, nachdem Pizarro dem Inka-Herrscher Atahualpa über 13.000 Pfund Gold und 26.000 Pfund Silber abgepresst hatte. Die Silbervorkommen in Bolivien und Mexiko, die noch vor 1550 entdeckt und alsbald nach Europa verschifft wurden, führten dazu, dass die Preise in ganz Europa noch im 16. Jahrhundert um 400 Prozent anstiegen.

Sklaven- und Dreieckshandel

Indem sich seit dem hohen Mittelalter die Vorstellung durchsetzte, dass Christen nicht zu Sklaven gemacht werden dürften, wurden Sklaven im Zuge der fortschreitenden Christianisierung zur knappen ?Ware? in Europa. Man verlegte sich ab dem 13. Jahrhundert verstärkt auf den Sklavenhandel mit der Levante. Zunächst lieferten die muslimischen Händler diese vor allem von der Krim, ab dem 15. Jahrhundert besonders aus dem Balkan, wo die Osmanen Christen als Kriegsgefangene verschleppten und an europäische, v. a. italienische Händler verkauften. Katalanische Sklavenhändler verschleppten hingegen ihre Opfer meist aus Kleinasien. Die Eroberung Konstantinopels 1453 durch die Osmanen führte dann aber zum Rückgang der Sklavenlieferungen aus der Levante und hatte Preissteigerungen in Italien zur Folge. Europa orientierte sich dann um auf Sklaven aus Schwarzafrika, die muslimische Handelskarawanen an die nordafrikanische Küste brachten.

Auf den Karibik-Inseln wurde u. a. m. beladen nach Europa zurückkehrten.

Koloniale Ausbeutung und Kosten-Nutzen-Relationen

Wie Spanier und Portugiesen suchten auch alle späteren Kolonialmächte ? so auch bei der Aufteilung Afrikas ? wirtschaftlichen Nutzen aus ihren kolonialen Besitzungen zu ziehen. Eine rationale Kosten-Nutzen-Abwägung ging dem jedoch nicht voraus. ?Vielmehr setzte nach dem Erwerb neuer Gebiete häufig Ratlosigkeit darüber ein, welches wirtschaftliche Potential sie besaßen, wie man sie verwalten sollte und welchen Nutzen sie dem Mutterland bringen könnten.?

Als stärkstes wirtschaftliches Bindeglied innerhalb der Kolonialimperien erwies sich der Währungsverbund. Frankreich ging dabei besonders konsequent vor und schuf damit ein monetär einheitliches Kolonialreich, das in Afrika zur Folge hatte, dass die frankophonen Staaten auch nach ihrer Unabhängigkeit noch die engen Währungsbeziehungen zu Frankreich aufrechterhielten.

Während die eigene Kosten-Nutzen-Bilanz der Kolonialmächte im Hinblick auf ihre Einflussgebiete teils zwiespältig und teils negativ ausfallen konnte

Die vergleichsweise späte Kolonialmacht Japan war die einzige, die in ihrem Einflussbereich planmäßig eine industrielle Kolonialwirtschaft aufbaute, etwa Kohle, Eisen und Stahl in Korea und der Mandschurei oder Baumwollverarbeitung in Shanghai und Nordchina. Es galt, die Rohstoffarmut der japanischen Inseln zu kompensieren und einen arbeitsteiligen asiatischen Wirtschaftsgroßraum unter japanischer Kontrolle zu etablieren. Zwar handelte es sich dabei laut Osterhammel um das repressivste Kolonialregime der neueren Geschichte; gleichwohl habe es wichtige Grundlagen für die weitere industrielle Entwicklung in Korea, Taiwan und Teilen von China hinterlassen.

Vom Kolonialismus profitierten auch Staaten, die keine Kolonialmächten waren. Beispielsweise hat die Schweiz nie eigene Kolonien besessen. Schweizer Forscher, Missionare und Händler waren jedoch dank des Neutralitätsstatus und der guten Vernetzung der Schweizer Oberschicht bei fast allen Kolonialherren willkommen.

Ideologisch-programmatische Aspekte kolonialer Regime

Die Kolonialregime europäischer Mächte seit dem 16. Jahrhundert bedurften der Rechtfertigung und der Vereinbarkeit vor allem mit der Glauben bringen sollten.

In der Frühen Neuzeit war die Vorstellung der eigenen kulturellen Überlegenheit von Europäern gegenüber anderen Kulturen wie der chinesischen, japanischen, indischen oder muslimischen noch wenig ausgeprägt

Ein durchgreifendes europäisches Sendungsbewusstsein gegenüber den anderen etablierten Kulturräumen der Welt setzte sich laut Osterhammel aber erst in der Ära der transatlantischen Revolutionen im späten 18. Jahrhundert durch, als ?der Westen? ein ganz neues Zeitalter der Freiheit und Gleichheit einzuläuten sich anschickte und sich dies mit der wirtschaftlichen Dynamik der in Gang kommenden industriellen Revolution verband, die neben Europa auch Nordamerika erfasste. Die Grundelemente kolonialistischen Denkens ?in der reifen Spätform? benennt Osterhammel wie folgt: 1. die Vorstellung von unversöhnlicher Fremdheit bzw. ?Andersartigkeit? in Verbindung mit einem Verhältnis der Über- und Unterlegenheit; 2. den Sendungsglauben in Verbindung mit der Vormundschaftspflicht; 3. die Utopie der politikfreien kolonialen Verwaltung.

Aus der Vorstellung von der bedingte Minderwertigkeit. Letztere wurde von Europäern und Amerikanern zumindest während der drei bis vier letzten Jahrzehnte vor dem Ersten Weltkrieg weitgehend einhellig für richtig gehalten.

Die unterstellte anthropologische Differenz diente zur Begründung einer Vormundschaftspflicht der Europäer bzw. ?Weißen? als der höherstehenden Zivilisation bzw. Rasse (?the white man?s burden? ? ?die Bürde des weißen Mannes?). Nicht Ausbeutung, sondern wechselseitige Ergänzung beider Seiten wurde propagiert. Das schloss die seit dem späten 19. Jahrhundert verbreitete Auffassung ein, der ?entwickelte? Westen habe nicht nur das Recht, sondern stehe in der Pflicht, die natürlichen Ressourcen der tropischen Länder zu erschließen; denn da die Einheimischen dazu nicht in der Lage seien, würden Europäer und Amerikaner, indem sie das übernähmen, nicht nur sich, sondern der ganzen Menschheit einen Dienst erweisen.

Da die Europäer die in den Kolonialgebieten vorgefundenen Verhältnisse als chaotisch ansahen, betrachteten sie ihr Handeln vor Ort nicht als Willkürherrschaft, sondern als Ordnung schaffend. Koloniale Verwaltung blieb in dieser Perspektive allerdings immer anfällig für die unterdrückte ?Anarchie? und ?Triebhaftigkeit? unter den Kolonisierten. Demnach durfte man sich keine Schwäche erlauben, da sonst Unruhestifter ermutigt würden, gar ein ?Negeraufstand? losbrechen könnte. Westliche Politikformen eigneten sich aus dieser Sicht nicht für Kolonialgebiete: ?Nichts sollte die Ruhe effizienten Administrierens stören.?

Wo in den Kolonien militärische Macht ausgeübt wurde, sollte zugleich innerer Frieden herrschen, indem die einheimische Bevölkerung nach Art der ?.

Kolonialmächte und ihre ?Peripherien?

Entstehungsformen und Ausprägungen kolonialer Herrschaft wiesen eine Vielzahl spezifischer Merkmale auf, die einerseits von den jeweiligen politischen Verhältnissen und sozioökonomischen Hauptinteressen der einzelnen Kolonialmacht abhingen, andererseits von den im kolonialen Herrschaftsgebiet angetroffenen Bedingungen. Kolonialismus ist deshalb nur in seiner ganzen historischen und geographischen Bandbreite angemessen zu erfassen.

Neuzeitliche Grundkonstellationen

Genua und Venedig

Intensive wirtschaftliche Beziehungen Genuas und Venedigs zum Byzantinischen Reich ermöglichten beiden oberitalienischen Stadtrepubliken Handelsmonopole auszubilden. Sie beherrschten dadurch im Spätmittelalter den gesamten Mittelmeerraum. Es war ihnen im Zuge der Kreuzzüge gelungen, Kolonien bzw. Stützpunkte in der Ägäis, auf der Peloponnes, am Schwarzen Meer und an der Levante zu erwerben. Die Konkurrenzsituation der beiden Stadtstaaten führte zu zahlreichen Seekriegen, bis es Venedig in der Schlacht von Chioggia 1380 schließlich gelang, die endgültige Vorherrschaft im Mittelmeerraum zu erreichen. Mit dieser Niederlage schied Genua aber nicht vollständig aus dem Mittelmeerhandel aus, sondern konnte sogar einige seiner Kolonien bis ins 15. Jahrhundert hinein halten. Erst mit der Expansion des Osmanischen Reiches und der Entdeckung der Neuen Welt zu Beginn der Neuzeit verloren Genua und Venedig ihre Vormachtstellung im Handel an die neuen Seemächte Portugal und Spanien.

Portugal und Spanien

Nachdem portugiesische Entdecker jenseits des

Spaniens Kolonialreich in Mittel- und Südamerika erstreckte sich auf drei unterschiedliche Arten von indigenen Gesellschaftstypen. Das waren die Hochkulturen der Azteken, Maya und Inka mit zentraler Organisation, zweitens dünn besiedelte und weniger gegliederte Herrschaftsbereiche sowie drittens Nomadenvölker. Während man bei den Hochkulturen nach Ausschaltung der hierarchischen Spitze die mittlere Schicht auf die Seite der Eroberer ziehen und an der Kolonialverwaltung beteiligen konnte, was durch das Vorhandensein kalendarischer Orientierung, eines Straßennetzes und einer Schriftkultur erleichtert wurde, kam es im karibischen Raum zur Auslöschung der einheimischen Ethnien, für die die eingeschleppten Krankheiten und die rücksichtslose Ausbeutung durch die Eroberer zur tödlichen Falle wurden. Hingegen konnten sich die in die für die Spanier wenig attraktiven Siedlungsgebieten Südargentiniens, Südchiles, Nordmexikos und in den Regenwäldern beheimateten nomadischen Indianer im Kampf mit der Kolonialmacht behaupten.

Die im päpstlichen Auftrag das Eroberungsgeschehen begleitende christlich-katholische Mission wurde insbesondere von den Bettelorden der Franziskaner und Dominikaner betrieben. In ihren Reihen wurde teils drastische Kritik an den von den Konquistadoren gegenüber den Einheimischen verübten Grausamkeiten laut. Die Anklageschriften eines Bartolomé de Las Casas verbanden das Ziel der Glaubensbekehrung der indigenen Bevölkerung mit dem Vorhalt der Todsünde gegen die eroberungswütigen Landsleute und mit Schutzforderungen für eine menschenwürdige Existenz der zu Bekehrenden.

Seit 1524 gab es am spanischen Hof neben dem ''Königlichen Rat'' einen ''Rat für die überseeischen Gebiete'' (Consejo de Indias), der für die kolonialen Wirtschafts-, Finanz-, Militär- und Kirchenangelegenheiten zuständig war. Zunächst zwei Vizekönige standen der Verwaltung vor, einer für Neuspanien in Mexiko-Stadt und einer für Peru in Lima. Sie stammten in der Regel aus Spanien und kehrten nach durchschnittlich 6 bis 7 Jahren dahin auch wieder zurück, hatten folglich ein Interesse daran, dass sich ihr Posten wirtschaftlich oder im Sinne der eigenen Karriere rasch auszahlte. Formalrechtlich galten die Indianer unter spanischer Herrschaft ? anders als unter der anderer Kolonialmächte ? als gleichberechtigte Untertanen der spanischen Krone. Der möglichen Wahrnehmung ihrer Interessen vor Gericht stand aber häufig die Sprachbarriere entgegen.

Niederlande

Nach dem erfolgreichen Unabhängigkeitskampf der Niederländer gegen Spanien stiegen diese zur bedeutenden Handels- und Seemacht auf und etablierten sich ? vor allem auf Kosten Portugals ? als neue Kolonialmacht mit Stützpunkten u. a. in Südafrika, Indien und Südostasien. Träger der niederländischen Kolonialherrschaft waren die aus mehreren Einzelunternehmen 1602 zusammengeschlossene Vereinigte Niederländische Ostindien-Kompanie (VOC) sowie ab 1621 die Westindische Kompanie. Diese wurden durch staatliche Freibriefe mit weitreichenden Rechten ausgestattet, was auch das Unterhalten einer eigenen Armee einschloss. Zur Finanzierung wurden 1606 zum ersten Mal von einer Gesellschaft Aktien ausgegeben, und die Anteilseigner wurden als Teilhaber aufgenommen. Die Dividende betrug durchschnittlich 18 % pro Jahr. Besonders profitable Zweige bildeten die Beschaffung von Gewürzen und anderen Luxusartikeln.

Neben Sumatra und Borneo waren wegen des Zugangs zu Muskatnüssen auch die Molukken für die Niederländer besonders lukrativ. Als man dort auf dem Banda-Archipel mit dem Abschluss einseitig vorteilhafter Verträge scheiterte, verübte der militärische Arm der VOC einen Massenmord unter den Einwohnern. Die danach entvölkerten Inseln übernahmen niederländische Plantagenbetreiber, die importierte Sklaven beschäftigten.

Neben dem bereits 1621 gegründeten VOC-Stützpunkt etablierte die VOC bis zum Ende des 18. Jahrhunderts dort aber doch eine militärisch gestützte indirekte Territorialherrschaft.

Mit dem frühen niederländischen Kolonialismus in Südostasien ging auf Herrschaftsebene die Ausbildung einer Mischgesellschaft und -kultur einher, in der niederländische Vorstellungen zwar dominierten, aber von Elementen indonesischer Kultur durchdrungen wurden. Denn die niederländischen Männer kamen zumeist allein in die asiatischen Kolonialgebiete und gingen dort sehr oft Verbindungen mit einheimischen Frauen ein, sodass diese sowie die gemeinsamen Kinder Teil der Führungsschicht wurden. Diese Mischkultur erlangte zunehmend Einfluss in der Gesamtgesellschaft und führte zur Ausbildung eigener Baustile und Kunstformen, einer eigenen Musik und Literatur.

England ? Großbritannien ? British Empire

Kurz vor den Niederländern hatten im Jahr 1600 die Engländer bereits eine Ostindien-Kompanie (BEIC) gegründet, die den Fernhandel auf kolonialer Basis ankurbeln sollte. Im 17. Jahrhundert, das zur goldenen Zeit der Niederlande werden sollte, behielten diese aber doch die Oberhand, auch weil England es mit Revolution und Bürgerkrieg zu tun hatte und in den Seekriegen nicht obsiegte. Mit den Navigationsakten 1651, dem Ausgang der Glorious Revolution 1689 und der Schaffung Großbritanniens durch die Union Englands mit Schottland 1707 verschoben sich aber die Kräftegewichte für das 18. Jahrhundert zugunsten der Briten.

Nachdem der niederländische Statthalter , zu einer dauerhaften Kolonialherrschaft aus.

Hatte der englische Überseehandel in Asien anfänglich auch auf Gewürze und speziell auf Pfeffer gezielt, so verlagerte sich der Schwerpunkt zunehmend auf die Einfuhr von Baumwolle und Tee. Für den Transport nutzte die BEIC nicht eine eigene Handelsflotte, sondern angemietete Schiffe. Andererseits übte sie die Kontrolle über ihr indisches Herrschaftsgebiet auch militärisch mit Hilfe einheimischer Truppen aus, der Sepoy, die von britischen Offizieren geführt wurden.

Auch in der Karibik und in Nordamerika kam es bereits im Laufe des 17. Jahrhunderts zum Auf- und Ausbau zahlreicher britischer Kolonien. Auf den Karibik-Inseln St. Lucia, Barbados und Nevis praktizierte auch das britische Kolonialregime die Plantagenwirtschaft mit afrikanischen Sklaven. Gänzlich anders lagen die Verhältnisse in den Siedlungskolonien an der nordamerikanischen Ostküste, wo u. a. ein Neuengland entstand, hauptsächlich als Ort der Zuflucht und Verheißung für Puritaner und Nichtanglikaner, die so dem Druck der englischen Staatskirche ausweichen konnten. Sie verschafften sich Landbesitz und breiteten sich nach Westen aus, indem sie die indianische Bevölkerung aus ihren Siedlungsgebieten verdrängten. Die Kolonisten blieben aber Untertanen der englischen Krone, bis sie sich im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts von ihr befreiten.

Nicht nur wurden im 19. Jahrhundert bevorzugte Ziele britischer Auswanderer.

Als in den 1920er Jahren die koloniale Welt ihr universalhistorisches Maximum erreichte, entfiel der Löwenanteil auf das British Empire. Die vom Vereinigten Königreich beherrschten Gebiete umfassten im Jahr 1921 ein Gebiet von über 37 Millionen km², etwa ein Viertel der von Land bedeckten Erdoberfläche. Die Gesamtbevölkerung betrug ca. 500 Millionen (rund ein Viertel der damaligen Weltbevölkerung).

Frankreich

Zu Wegbereitern des französischen Kolonialismus in Nordamerika wurden Jacques Cartier und Samuel de Champlain; letzterer gründete Neufrankreich. Dieses reichte auf dem Höhepunkt seiner Ausdehnung im Jahre 1712 von Neufundland zu den Großen Seen und von der Hudson-Bucht bis zum Golf von Mexiko. Auch einige karibische Inseln und Indien waren frühneuzeitliche Objekte französischer Kolonialpolitik. Damit bestand von Anbeginn ein Konkurrenzverhältnis vor allem mit dem britischen Kolonialismus, ausgetragen in einer Reihe kriegerischer Auseinandersetzungen, den Franzosen- und Indianerkriegen. Im Pariser Frieden 1763 nach dem Siebenjährigen Krieg musste Frankreich den Großteil seiner Kolonien an Großbritannien abtreten. Die Reste der kolonialen Besitzungen in Nordamerika wurden unter Napoleon Bonaparte 1803 an die USA verkauft.

Einen neuen Anlauf nahm die französische Kolonialpolitik ab 1830 vor allem in Afrika und nach Mitte des 19. Jahrhunderts in en zu organisieren, die sich den Kolonialherren als hinreichend gefügig und dafür geeignet darstellten.

Das Gros der europäischen Siedler in Algerien wie auch in den französischen Protektoraten Tunesien und Marokko konzentrierte sich in den Städten, wobei Algier nach 1880 zu gut drei Vierteln von Europäern bewohnt war und städtebaulich großteils im Pariser Haussmann-Stil umgestaltet wurde. Gerade die ländliche Agrarkolonisation der Europäer mit Unterstützung der französischen Staatsmacht wirkte sich aber für die muslimische Landbevölkerung fatal aus; denn durch Enteignungen unter allerlei Vorwänden wurde sie auf kleinere Landflächen und schlechtere Böden verdrängt.

Deutschland und Österreich

Unter den Landesherrschaften des Heiligen Römischen Reiches deutschen Länder verschaffte sich nennenswert allein Brandenburg-Preußen gegen Ende des 17.?Jahrhunderts zu Handelszwecken, für die eine Brandenburgisch-Afrikanische Compagnie gegründet wurde, kurzzeitig überseeischen Kolonialbesitz im westafrikanischen Groß Friedrichsburg (1683?1717). Auch die österreichische Habsburgermonarchie entfaltete nur in verhältnismäßig geringem Umfang koloniale Aktivitäten. Nachdem im Jahre 1771 Triest zum Freihafen erklärt worden war, gründete die regierende Erzherzogin Maria Theresia die ''Triestiner Ostindische Handelskompanie'' (1775?1785) unter dem Kommando des Holländers William Bolts. Die Schiffe der Handelskompanie erwarben 1777 einen Hafen im heutigen Mosambik (1781 an Portugal) und proklamierten 1778 vier Inseln der Nikobaren als österreichische Kolonie, die allerdings bereits 1785 an Dänemark zurückfiel.

Seit Gründung des e sorgten jedoch auch in Deutschland für Aufmerksamkeit und teils heftige Diskussionen.

Besonders der , 17./18. Januar 2004. S. 11.)</ref>

Russland

Die kolonialen Bestrebungen Russlands richteten sich vor allem auf Zentralasien; so wurde ab der Gründung des Moskauer Reiches und mit der Etablierung des Zarentums das russische Staatsgebiet über Sibirien nach Osten hin ausgedehnt. Mitte des 19. Jahrhunderts reichte es sogar bis Alaska in Nordamerika. Dabei bestanden Stützpunkte südwärts bis nach Kalifornien. Seit der Ära Zar Peters I. verstand sich Russland als europäische Großmacht und begann sich auch in südlicher Richtung zu engagieren. Dort stieß es auf die Interessensphären Großbritanniens (Britisch-Indien) und des Osmanischen Reiches (Schwarzes Meer). Dies führte zum ?Great Game? mit Großbritannien um die Vorherrschaft in Zentralasien. In kriegerischen Auseinandersetzungen um Randgebiete des zerfallenden Osmanischen Reiches zerbrach die Heilige Allianz. Nach dem Krimkrieg musste Russland im Pariser Frieden von 1856 das Donaudelta und das südliche Bessarabien an das Fürstentum Moldau abtreten, sowie das Protektorat über die Donaufürstentümer aufgeben, die russische Truppen 1853 besetzt hatten. Außerdem musste es sich zur Entmilitarisierung des Schwarzen Meeres und der Åland-Inseln verpflichten. Im Russisch-Japanischen Krieg 1904/1905 versuchte Russland vergeblich, Japan die Vormachtstellung in der Mandschurei und in Korea abzunehmen. Seine Niederlage war einer der auslösenden Faktoren der Russischen Revolution von 1905.

Sowjetunion

Nach der Oktoberrevolution von 1917 zerbrach das russische Imperium im Bürgerkrieg weitgehend und beschränkte sich im Wesentlichen auf das großrussische Kerngebiet. Polen, Finnland, die baltischen Staaten und kurzzeitig die Ukraine lösten sich in den Jahren 1918 und 1919 von Russland ab und wurden unabhängige Staaten.
Russische Binnenkolonien wie z.?B. Armenien, Aserbaidschan, Staaten des Baltikums, Kasachstan, Kirgisistan, Moldawien, Bessarabien, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan oder Weißrussland erlangten nach der Oktoberrevolution in der Regel den Status einer autonomen Republik. Hintergrund war die Aufnahme des Punktes in das Parteiprogramm der nun herrschenden Bolschewiki. Die vor-nationale Ordnung des Zarenreichs sollte durch eine proletarische nach-nationale Ordnung ersetzt werden, wobei die Phase des Nationalstaats übersprungen werden sollte.

Dabei wurde das Selbstbestimmungsrecht der Völker bereits von die staatliche Unabhängigkeit.

Spätformen und Ende des Kolonialismus

Der Wettlauf um Afrika

''? Hauptartikel Europäische Kolonisation Afrikas und Wettlauf um Afrika''

Der um 1880 einsetzende Wettlauf der europäische Kolonialmächte um Territorialbesitz in Afrika (engl. ''Scramble for Africa'') gehört zu den für das untermauert, die den beherrschten Völkern die Fähigkeit absprach, sich selbst zu verwalten.

Nachdem 1881 die Franzosen in Tunesien ein Protektorat errichtet hatten und es zur britischen Besetzung Ägyptens im Zuge der Niederschlagung des Urabi-Aufstandes 1882 kam, wurde der Kongo zum Objekt kolonialer Begehrlichkeiten, die neben beiden etablierten Kolonialmächten auch besonders der belgische König Leopold II. hegte. Als die Aktivitäten Frankreichs, Belgiens und Portugals im Mündungsbereich des Kongo die Gefahr eines Krieges heraufbeschworen, erbot sich Reichskanzler Otto von Bismarck auf der Kongokonferenz in Berlin (1884/85) zu vermitteln. Denn auch im Deutschen Kaiserreich waren unterdessen koloniale Interessen (s. o.) an und in Afrika aufgekommen. Die Berliner Konferenz garantierte Handelsfreiheit im Kongogebiet für alle 14 Signatarmächte und legte allgemein fest, dass nur diejenige Macht das Recht auf Erwerb einer Kolonie haben sollte, die sie auch tatsächlich in Besitz nahm (Prinzip der Effektivität). Dieser Beschluss bildete die Grundlage für die in den folgenden Jahren deutlich beschleunigte Aufteilung Afrikas in Kolonien durch die europäischen Mächte.

Nach der Niederschlagung des Mahdi-Aufstandes im Sudan durch die ''Anglo-Egyptian Nile Expeditionary Force'' unter Horatio Herbert Kitchener beschwor die Faschodakrise 1898 die Gefahr einer militärischen Konfrontation zwischen den Kolonialmächten Frankreich und Großbritannien herauf. Hier kollidierten französische Ansprüche auf das Territorium des Sudans ? um eine territoriale Verbindung zum Roten Meer herzustellen und damit einen Ost-West-Gürtel von Dschibuti bis Dakar zu schaffen ? mit dem britischen Bestreben, das Niltal zu kontrollieren und sich der Vision einer Nord-Süd-Verbindung von Kairo bis zum Kap der Guten Hoffnung anzunähern. Mit dem Sudanvertrag 1899 wurde zwischen beiden Mächten ein Ausgleich ihrer kolonialen Interessensphären in Afrika hergestellt, der den Wettlauf beendete und den Weg zur nachfolgenden Entente cordiale freimachte. Auch danach gab es noch krisenhafte Spannungen und Streitigkeiten um koloniale Ansprüche in Afrika zwischen Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Belgien und Portugal, die sich bis 1914 aber nicht mehr in grundlegenden Änderungen der Kolonialgrenzen niederschlugen.

Der Erste Weltkrieg als Zäsur

mini|Historische Mandatsgebiete in Afrika und Vorderasien:67 1. Syrien (franz.),68 2. Libanon (franz.),69 3. Palästina (brit.),70 4. Transjordanien (brit.),71 5. Irak (brit.),72 6. Togoland (brit.),73 7. Togoland (franz.),74 8. Kamerun (brit.),75 9. Kamerun (franz.),76 10. Ruanda-Urundi (belg.),77 11. Tanganyika (brit.) und78 12. Südwest-Afrika (südafr.).

Mit dem Ersten Weltkrieg kam es zu Verschiebungen und neuen Entwicklungen in der Kolonialpolitik. Das Deutsche Kaiserreich verlor bereits bald nach Kriegsausbruch seine nicht verteidigungsfähigen Besitzungen in West- und Südwestafrika an die Entente-Mächte und die mit ihnen verbündete s übertragen; faktisch aber bedeutete dieses Regelung, dass Frankreich sein westafrikanische Kolonialreich arrondierte und Großbritannien in Ostafrika nun die schon länger anvisierte durchgängige Nord-Süd-Verbindung durch eigenes Kolonialgebiet erlangte.

Zu den bedeutsamen Folgen des Ersten Weltkriegs gehörte auch, dass die USA als Seemacht zu Großbritannien aufgeschlossen hatten. Doch nicht nur diese Weltkriegsverbündeten, sondern auch Japan strebte mit seinen kolonialen Ambitionen die Rolle einer erstrangigen Seemacht an. Ein als äußere Vorposten zu Festungen ausgebaut wurden.

Die Eigenständigkeit der als Dominions zur Selbstverwaltung gelangten, mehrheitlich von europäischen Siedlern bevölkerten britischen Kolonien ? darunter Kanada, Australien und Neuseeland ? gewann im engen militärischen Zusammenschluss mit dem Mutterland während des Ersten Weltkriegs weiter an Boden, was in der Balfour-Erklärung 1926 und im Statut von Westminster 1931 auch schriftlich fixiert wurde. Die Perspektive eines solchen Dominion-Status könnte auch im Unabhängigkeitskampf Indiens unter Mahatma Gandhi dazu beigetragen haben, den Widerstand gegen das britische Kolonialregime weitgehend gewaltfrei auszutragen.

Der französische Kolonialismus der Zwischenkriegszeit in den 1920er und 1930er Jahren propagierte die Assimilation nicht mehr in gleicher Weise wie teils im 19. Jahrhundert. Da es nach der Phase der kolonialen Expansion annähernd ebenso viele gelbe, braune und schwarze ?Franzosen? gab wie weiße, stellte sich eine konsequente ''Assimilation'' nun als utopisch dar. Als Konsequenz ersetzte man das Assimilationskonzept durch eine Politik der ''Assoziation'', bei der die farbigen Kolonisierten ? von ausgewählten Anpassungswilligen abgesehen ? aber nicht als ?Bürger? (''Citoyens''), sondern als ?Untertanen? (''Sujets'') geführt wurden.

In volkswirtschaftlicher Hinsicht wurden die kolonialpolitischen Weichen nach dem Ersten Weltkrieg ebenfalls neu gestellt. Während der Kolonialismus für Frankreich und Großbritannien vor 1914 ? trotz teilweise hoher Gewinne einzelner Firmen und Spekulanten ? wegen der Kosten für Militär und Verwaltungsbürokratie in den Kolonien eher ein Verlustgeschäft gewesen war, begann er sich nun aufgrund von Investitionen in die koloniale Infrastruktur, die speziell Frankreich vornahm, für die Mutterländer zu rentieren.

Als neue Kolonialmacht mit ausgreifenden Ambitionen suchte sich in der Zwischenkriegszeit das faschistische Italien zu etablieren. Libyen, das von Italien 1911 als Kolonie annektiert worden war, aber im Weltkrieg nicht gehalten werden konnte, wurde in jahrelangen Kämpfen bis 1932 zurückerobert. 1936 wurde in einem unverhüllten Angriffskrieg unter Einsatz nicht nur der Panzer- und Luftwaffe, sondern auch von Giftgas Äthiopien erobert. Die nordafrikanischen Kolonien in Libyen und der Kyrenaika wurden von Mussolini hauptsächlich als Siedlungsland für den italienischen Bevölkerungsüberschuss genutzt: Bis 1939 wurden 120.000 Italiener dort ansässig, hauptsächlich als Agrarkolonisten und Weinbauern.

Das Ende der Kolonialzeit

Die Ära des Kolonialismus im engeren Sinne ging in den Jahrzehnten nach dem behauptet hatten.

Für Großbritannien, dessen ?Kronjuwel? Britisch-Indien schon in der Zwischenkriegszeit zur Unabhängigkeit gedrängt hatte, kam es aber noch in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre zur Aufgabe großer Teile seines Kolonialreichs, als Indien, Pakistan und Burma die Unabhängigkeit erlangten ? allerdings um den Preis blutiger Auseinandersetzungen und Gewaltexzesse zwischen Hindus und Moslems infolge der Aufteilung. Den Emanzipationsbestrebungen der britischen Kolonien in Afrika in den 1950er und 1960er Jahren bot London die Perspektive einer an wirtschaftliche und politische Stabilitätsbedingungen gekoppelten ''self governance'' sowie die Möglichkeit des Verbleibs im britischen Commonwealth of Nations. ?So gesehen?, bemerkt Franz Ansprenger, ?baute England nach dem Zweiten Weltkrieg nicht ein Empire ab, sondern ein neues Commonwealth auf.?

Der in den Nachkriegsjahrzehnten stattfindende Entkolonialisierungsprozess verlief gleichwohl auf je spezifische Weise, und zwar in Abhängigkeit von Wirkungsfaktoren wie der Stärke und Aktionsformen der kolonialen Befreiungsbewegungen, der Gewaltbereitschaft von Kolonialregimen und Siedlern, der kolonialwirtschaftlichen Interessen und Weichenstellungen in den Metropolen bzw. Mutterländern sowie der Einflussnahme Außenstehender, insbesondere der nunmehrigen Supermächte USA und UdSSR. So stand etwa der sich mancherorts länger hinziehende britische Rückzug weniger als der französische unter dem Druck von nationalen Befreiungsbewegungen, die Entscheidungen erzwangen.

Frankreichs militärisches Engagement in Indochina zwecks Wiederherstellung der dortigen Kolonialherrschaft scheiterte schließlich am energischen Widerstand der vietnamesischen Unabhängigkeitsbewegung unter Führung H? Chí Minhs, die von der UdSSR im Indochinakrieg mit Waffenlieferungen unterstützt wurde und den französischen Streitkräften 1954 in der Schlacht von ?i?n Biên Ph? die entscheidende Niederlage beibrachte. Frankreichs Rolle als Kolonialmacht in Indochina war damit ausgespielt; an seine Stelle als Widerpart der Vi?t Minh traten die USA in Fortführung ihrer antikommunistischen Containment-Politik, die später in den Vietnamkrieg führte.

Nur mit Unterstützung der USA hätten auch die Niederlande in Indonesien ihr an die Japaner verlorenes und in der Nachkriegszeit zur Eigenständigkeit drängendes Kolonialgebiet erfolgreich zurückgewinnen können. Den herkömmlichen Kolonialismus lehnten die USA nun allerdings ab; sie hatten nach der Kapitulation Japans auf die Wiederherstellung der eigenen Kolonialherrschaft über die Philippinen verzichtet und forderten das Gleiche auch anderweitig. Auf Druck der Vereinigten Staaten und der Vereinten Nationen gaben die Niederlande bis 1950 ihre kolonialen Restitutionsanstrengungen auf, 1962 auch einschließlich Neu-Guineas.

Im ?afrikanischen Jahr? 1960 erlangten 18 Kolonien in Afrika, darunter 14 französische, zwei britische, eine italienische und der unter belgischer Kolonialherrschaft stehende Kongo die Unabhängigkeit, letzterer innerhalb nur eines halben Übergangsjahres. Zwar wurde die neue Regierung nach Wahlen mit relativ großem Zulauf an Wahlberechtigten gebildet; doch erwies sich der nachkoloniale Kongo schon in seinem Neuanfang als wenig stabil und durch Abspaltungsbewegungen gefährdet.

Besonders umkämpft und langwierig war die Dekolonisation Algeriens, das als integraler Bestandteil Frankreichs galt. Der 1954 begonnene an die Staatsspitze, der in einem mehrjährigen Prozess auf eine beiderseits akzeptable ''Algérie Algérienne'' hinarbeitete.

Die frühen Kolonialmächte Portugal und Spanien hatte ihren lateinamerikanischen Kolonialbesitz bereits im 19. Jahrhundert verloren bzw. aufgegeben. Das Ende des Kolonialismus herkömmlicher Art steht gleichfalls mit Portugal in Verbindung, das nach der Nelkenrevolution 1974 seine afrikanischen Kolonien und Osttimor aufgab. Die britische Kolonie Hongkong 1997 und die portugiesische Kolonie Macau 1999 waren die letzten Nachzügler, die aus europäischer Kolonialherrschaft entlassen wurden.

Beteiligte und betroffene Länder im Überblick

Kolonialmächte des Spätmittelalters

Kolonialmächte der Kolonialzeit

Klassische europäische Kolonialmächte mit außereuropäischen Kolonien:
Sonstige Kolonialmächte der Kolonialzeit:

Halb-Kolonialmächte der Kolonialzeit

Europäische Nationen, die vergeblich versuchten, (außer)europäische Kolonien dauerhaft zu erwerben:

Halb-Kolonien der Kolonialzeit

Manche außereuropäischen Länder und Regionen waren nur zum Teil oder nur für kurze Zeit (manche gar nicht) kolonialer Herrschaft unterworfen. Neben direkter Kolonialherrschaft gab es auch Vorteilsnahmen von Kolonialmächten durch ?ungleiche Verträge?, die aufgezwungen wurden und eine Form indirekter Herrschaft bewirkten. Davon betroffen waren z. B.:

Historisch-politische Einordnung

Was den frühneuzeitlichen europäischen Kolonialismus von anderen historischen Expansionsweisen und Arten der Reichsbildung unterschied, war das damit entstehende, weltumspannende Netz, das sich im Fortgang des Ausgreifens über alle Kontinente erstreckte und mit dem Weltsystem der Eroberung zugleich ein ? wenn auch regional sehr unterschiedlich strukturiertes ? Weltsystem des Handels hervorbrachte. Während die Europäer im asiatischen Handel zunächst lediglich die Rolle eines Juniorpartners mit Nischen im Rahmen eines entwickelten Handelsverkehrs einnahmen, gerieten Afrika, Amerika und zuletzt Australien sowie Neuseeland mit jeweils weniger ausgebildeten Handelsnetzen umso ungebremster in die Abhängigkeit europäischer Handelsinteressen.

Vor und nach der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert gelangte der koloniale Konkurrenzkampf der Großmächte weltweit auf den Höhepunkt. ''Eine'' Wahrheit, aber nicht die ganze, so Ansprenger, habe Lenin 1916 in der Schrift ?Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus? in Kapitel VI zum Ausdruck gebracht: ?Je höher entwickelt der Kapitalismus, je stärker fühlbar der Rohstoffmangel, je schärfer ausgeprägt die Konkurrenz und die Jagd nach Rohstoffquellen in der ganzen Welt sind, desto erbitterter ist der Kampf um die Erwerbung von Kolonien.?

Die Dekolonisation im 20. Jahrhundert war laut Osterhammel Teil des Übergangs zu einem neuen Weltstaatensystem, das bis zum ?großen Umbruch? 1989?1991 gekennzeichnet war durch 1. die weltweite Konfrontation des Ostblocks und der Staaten des westlichen Bündnisses, 2. die Rückwendung der (west-) europäischen Großmächte auf ihre europäischen Belange, 3. die Entstehung vieler postkolonialer Staaten, die sich entweder dem westlichen oder dem östlichen Lager zuwandten, 4. relative Stärkung internationaler Organisationen, speziell der UNO, 5. ideologische Ächtung von ''Kolonialismus'' (bei international teils fortbestehender rassischer Diskriminierung).

Neuzeitliche Kolonialismus-Merkmale

Die kolonialistischen Abhängigkeitsverhältnisse waren generell vom Herrschaftsanspruch der Kolonisten bzw. Kolonialmächte über die Kolonisierten bestimmt. Aus dem Anspruch der Überlegenheit leiteten die Kolonialherren das Recht ab, den kulturell ?zurückgebliebenen? Völkern die ? und Sitten der Europäer.

Anders als etwa die Bevölkerungsmehrheit Merkmale von Kolonialismus, nicht aber ?vollentfaltete Systeme? kolonialer Herrschaft. (Osterhammel 1995: S. 123)</ref>

Nicht jede Fremdherrschaft wurde aber als illegitim aufgefasst. So wurde die osmanische Herrschaft über Ägypten zwischen 1517 und 1798 durchaus von großen Teilen der einheimischen, arabischsprechenden Bevölkerung anerkannt. Die Fremdheit der Sprache war weniger entscheidend als der gemeinsame Glaube und die damit einhergehende Verbindlichkeit islamischer Regeln der gerechten Regierung. Der koptischen Bevölkerung war es einerlei, welche nichtchristliche Macht über sie herrschte ? für die Kopten waren die ursprünglichen Mamluken-Herrscher genauso illegitim wie die Osmanen.

Verschränkung mit dem Imperialismus

Seit dem 19. Jahrhundert wurde vor allem in Preußen eine Diskussion um die Notwendigkeit von Grenzkolonisation gegenüber den benachbarten Slawen geführt, in der dann über Österreich auch der Südosten bis ans Schwarze Meer in ein ?großdeutsches? Blickfeld geriet (siehe dazu Deutscher Grenzkolonialismus). Forcierter Kolonialismus und Imperialismus gingen zeitweise Hand in Hand, ganz deutlich etwa im Wettlauf um die Aufteilung Afrikas. In diesem Zusammenhang wurde Kolonialpolitik zum beigeordneten Faktor von Weltpolitik, wurden Kolonien zu Verhandlungsobjekten im Machtspiel der rivalisierenden Großmächte. Darüber hinaus hatten imperiale Mächte (wie z.?B. das britische Empire des 19. und 20. Jahrhunderts) einen wirtschaftlichen und politischen Einfluss, der zum Teil weit über die eigenen Kolonien hinausreichte. Zu den weitreichenden globalen Konsequenzen des Kolonialismus gehörte nicht zuletzt die Verbreitung des europäischen Staatskonzepts, teils verbunden mit absurden Begleiterscheinungen. So ließ man in französischen Kolonien Afrikaner Wendungen nachsprechen wie: ?Meine Vorfahren, die Gallier...?

Die annektierte.

Von Teilen der unterworfenen Bevölkerungsgruppen wurden die westlichen Akkulturationsangebote verschiedentlich angenommen. So entwickelte sich in Bengalen innerhalb weniger Jahrzehnte eine englisch sprechende Bildungsschicht. Kaufleute aus der Kolonialbevölkerung passten sich vielfach aus eigenem Interesse den international gültigen Geschäftsgepflogenheiten an, um auf neuen Märkten Fuß fassen zu können. Seit dem 19. Jahrhundert kam es zur ?Selbst-Zivilisierung? auf westlicher Grundlage durch nichteuropäische Reformeliten, die so auf Voraussetzungen für die Gleichberechtigung mit europäischen ?Modellstaaten? wie Großbritannien und Frankreich hinarbeiteten.

Die armen breiten Massen dagegen sahen zwar von fern ?den Schimmer der dynamischen kolonialwirtschaftlichen Enklaven mit ihren regelmäßigen Lohnzahlungen, Kinos und Autos für die Weißen, Fahrrädern für die Farbigen?, so Ansprenger. ?Sie sahen das deutlich genug, um auf positiven sozialen Wandel auch für sich zu hoffen; aber diese Hoffnung verwirklichte sich nie.?

Weltgeschichtliche Fortwirkung

Viele Staaten der sogenannten Dritten Welt befanden sich auch nach ihrer Unabhängigkeit in einem Zustand wirtschaftlicher Abhängigkeit von ihren ehemaligen Kolonisatoren. Aufgrund der Festlegung von Grenzen auf dem Reißbrett durch die vormaligen Kolonialmächte kam es in Afrika und im Nahen Osten immer wieder zu Spannungen und kriegerischen Auseinandersetzungen, da diese Grenzziehungen ethnische und religiös-kulturelle Zusammenhänge zu wenig berücksichtigt hatten.

Aspekte der heutigen Kultur und Politik ehemaliger Kolonien und Kolonialländer, die mit der kolonialen Vergangenheit zusammenhängen, werden unter dem Begriff Postkolonialismus zusammengefasst. Eine wesentliche Erkenntnis der Postkolonialismusforschung ist es, dass die postkoloniale Situation nicht allein Kultur, Politik und Alltagsleben der ehemaligen Kolonien prägt, sondern dass sie ihren Niederschlag auch in den ehemaligen Kolonialländern findet ? z. B. hinsichtlich der Zuwanderung aus ehemaligen Kolonien in Metropolen wie London, Paris oder Brüssel.

Neuere Bestrebungen, kolonialistische Machtstrukturen herzustellen, bezeichnet man als Neokolonialismus. Erscheinungsformen davon zeigen sich gemäß Osterhammel heutzutage eher nicht im Zusammenhang mit Europa, sondern vornehmlich innerhalb der Dritten Welt. Beispiele dafür seien Chinas ?nahezu lupenreine Kolonialpolitik? in Tibet ? einschließlich Siedlerinvasion und sendungsideologischer Rechtfertigung ? und in abgemilderter Form die Politik Marokkos in der West-Sahara. Vor ihrer größten Herausforderung stehe die vergleichende Kolonialismus- und Imperialismustheorie bei der historischen Deutung des vormaligen Vielvölkerstaates Sowjetunion im Hinblick auf Konzepte von Kolonisation und Dekolonisation.

Als ein trauriges Kapitel der menschlichen Geschichte betrachtet Ansprenger resümierend Europas Kolonialherrschaft und Imperialismus, hauptsächlich wegen des Zustandes der Armut und Verkommenheit, in den Europa den Rest der Menschheit in diesen Jahrhunderten gedrückt habe und der mit dem Begriff Unterentwicklung noch beschönigt werde. Immerhin sei als positives Ferment im Imperialismus aber die Einheit der Erde enthalten, die Vereinheitlichung der Menschheit zu einer globalen Gesellschaft. So gesehen stelle sich nun die Frage, ob diese globale Gesellschaft sich mit einem menschlicheren Gesicht gestalten lasse.

Siehe auch

Literatur

  • Tom Burgis: ''Der Fluch des Reichtums - Warlords, Konzerne, Schmuggler und die Plünderung Afrikas'', Westend, Frankfurt 2016, ISBN 978-3-86489-148-9
  • Andreas Eckert: ''Fischer Kompakt: Kolonialismus''. Fischer, 2006. ISBN 3-596-15351-4.
  • Jürgen Osterhammel: ''Kolonialismus: Geschichte, Formen, Folgen''. Beck, München 1995, 142 S., ISBN 3-406-39002-1.
  • Ludolf Pelizaeus: ''Der Kolonialismus''. Marixverlag, 2008. ISBN 3-86539-941-X.
  • .'' Band 475). 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-520-47502-2.
  • Reinhard Wendt: ''Herrschaft'', in: Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2010.
  • Benedikt Stuchtey: ''Die europäische Expansion und ihre Feinde. Kolonialismuskritik vom 18. bis in das 20. Jahrhundert.'' Oldenbourg, München 2010.

Weblinks

Einzelnachweise

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